Babybrei selber machen im Mixer - Tipps & Rezepte zur Beikosteinführung

Babybrei selber machen im Mixer - Tipps & Rezepte zur Beikosteinführung

Auswahl an selbstgemachten Babybreien mit frischem Gemüse und Obst

Insbesondere beim ersten Kind entstehen viele Sorgen und Fragen rund um die ideale Versorgung des Säuglings: “Bekommt mein Kind noch alle wichtigen Nährstoffe über die Muttermilch? Wann soll ich mit der Beikost beginnen und welche Beikost ist die richtige für mein Kind?”. Mit den nachfolgenden Tipps und Rezepten lassen sich gesunde und vitaminreiche Breie nach den jeweiligen Bedürfnissen des Babyalters selbst machen. Besonders schnell und einfach lassen sich Babybreie mit einem Mixer mit Programmen speziell für warme Speisen herstellen.

Bereit für den ersten Brei?

Nach Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte das Baby bis zum 5. Monat ausschließlich mit Muttermilch versorgt werden. Diese liefert dem Säugling alle notwendigen Vitamine und sorgt für eine ausreichende Sättigung. Mit der Beikost kann frühestens ab dem 5. Monat begonnen werden. Die Einführung sollte allerdings bis zum 7. Monat geschehen, denn der Nährstoffbedarf des Kindes steigt zu diesem Zeitpunkt an. Gestillt werden sollte das Kind jedoch weiterhin, denn die Beikost muss in kleinen Schritten eingeführt werden. Wie lange gestillt wird liegt im eigenen Ermessen, jedoch ist das Stillen bis in das zweite Lebensjahr empfehlenswert.

Anzeichen, dass das Baby bereit für Beikost ist

Mutter füttert Baby mit einem Löffel Babybrei

Kann das Baby bereits mit etwas Unterstützung sitzen und zeigt reges Interesse am Essen anderer Personen? Dann kann der erste Versuch der Beikostgabe starten. Der Beikost Einstieg sollte allerdings mit viel Geduld und ohne Druck erfolgen.

Sollte es dem Säugling noch nicht gelingen vom Löffel zu essen oder drückt es den Brei mit der Zunge zurück, ist es noch nicht der richtige Zeitpunkt für den Babybrei. Ängste, dass das Kind nicht ausreichend versorgt wird, sind unbegründet, denn das Baby zeigt, wann es bereit für die Nahrung ist. Die individuelle Entwicklung des Kindes ist entscheidender als eine Altersangabe über den richtigen Zeitpunkt. Ein besonders früher Beginn mit der Beikost zur Allergieprävention ist ebenfalls nicht notwendig.

Babybrei kaufen oder selber machen?

Junge Frau liest die Zutatenliste von einem Babybrei-Glas im Supermarkt

Gekaufter Brei aus dem Glas ist besonders praktisch für Unterwegs, allerdings sind sie bei regelmäßiger Nutzung nicht nur verhältnismäßig teuer, sondern enthalten auch weniger essentielle Nährstoffe im Vergleich zu selbstgemachten Breien.

Daneben werden industriell hergestellte Breie häufig Aromen, Salz und Gewürze sowie auch Zucker oder andere Süßungsmittel zugesetzt. Diese sollten allerdings nicht Bestandteil der Säuglingsernährung sein. Aufgrund der Zugabe dieser Zutaten variiert der Geschmack der Breie nur gering, wodurch der Geschmackssinn des Kindes geprägt wird.

Gleichzeitig mangelt es diesen Breien an gesunden Fetten, welche für die Entwicklung des Babys von besonderer Wichtigkeit sind. Weiterhin enthalten Breie aus dem Supermarkt bereits eine Mischung von Gemüse- und Obstsorten. Dies macht eine langsame Eingewöhnung an verschiedene Nahrungsmittel schwierig.

Vorteile selbstgemachter Babynahrung

Bunte Auswahl an selbstgemachten Babybreien mit Obst- und Gemüsesorten

Mit etwas Geduld und Hintergrundwissen können Breie auch einfach selbst hergestellt werden. Dies nimmt allerdings mehr Zeit in Anspruch als die Verwendung gekaufter Gläschen und bedarf einer vorausschauenden Planung, bietet dem Baby jedoch vitaminreiche und natürliche Nahrung.

Zutaten selbst bestimmen

Wird die Babynahrung selbst zubereitet, können individuelle Zutaten und Mischungen nach jedem Bedarf und je nach Saison selbst zusammengestellt werden. Während der Beikosteinführung ist es notwendig die verschiedenen Lebensmittel dem Baby einzeln zu füttern, da sich die Verdauungsorgane zunächst an die neuen Mahlzeiten gewöhnen müssen. Aus diesem Grund sollen die Zutaten wochenweise eingeführt werden und keine Breie gemischter Gemüse- und Fleischsorten zu Beginn gefüttert werden. Dies lässt sich durch die eigenständige Zubereitung schnell und einfach umsetzen und kontrollieren.

Vitaminreich & günstig

Um den Vitamingehalt der selbstgemachten Mahlzeiten noch weiter zu erhöhen, ist darauf zu achten die rohen Lebensmittel im Vorfeld nicht zu lange zu lagern. Es wird empfohlen die Zutaten möglichst direkt nach dem Einkauf zuzubereiten und anschließend ebenso schnell haltbar zu machen. Zu beachten ist allerdings, dass auch die Zubereitungsmethode über den finalen Nährstoffgehalt entscheiden. Nutzen Sie daher möglichst schonende Hochleistungsmixer für die Herstellung der Breie. Werden gleich größere Mengen gemixt und vorrätig gehalten, sind Breie nicht nur besonders gesund, sondern auch besonders günstig. Weitere Tipps für die Vorratshaltung werden im Artikel weiter unten aufgezählt.

Babybrei aus verschiedenen Obst- und Gemüsesorten im Glas

Individueller Geschmack durch naturbelassene Zutaten

Mahlzeiten für Babys sollten in keinem Fall gewürzt, gesalzen oder gezuckert werden. Insbesondere auf Salz reagieren Babys sehr empfindlich. Studien zeigten, dass Kinder, welche im Babyalter zu salzig ernährt wurden, langfristig unter hohem Blutdruck leiden. Durch die Verwendung natürlicher Zutaten und den Verzicht auf Gewürze, erlernt das Kind schon im frühen Alter die verschiedenen Lebensmittel mit ihrem natürlichen Geschmack kennen. Die Erfahrungen im Kindesalter prägen den Geschmack langfristig.

Große Vielfalt

Auch wegen der Geschmacksprägung ist nach der Eingewöhnungsphase einzelner Lebensmittel auf eine abwechslungsreiche Auswahl der Gemüse- und Obstsorten zu achten. Durch die optimale Mahlzeitenplanung und Ausschöpfung der verschiedensten Gemüse-, Obst-, Fleisch- und Getreidesorten, können dem Kind außerdem eine Vielzahl an Nährstoffen geboten werden. In industriell hergestellten Babynahrungsmitteln wird dagegen häufig nur auf die gängigsten und oftmals auch günstigsten Nahrungsmittel zurückgegriffen.

Beikost einführen richtig gemacht

Selbstgemachter Baby-Karottenbrei in einer Schüssel in der Nahaufnahme

Erster Babybrei

Zeigt das Baby die oben genannten Merkmale auf und ist bereit für die erste Breimahlzeit, sollte zunächst eine Milchmahlzeit mit einem Gemüsebrei ersetzt werden. Idealerweise wird diese Mahlzeit mittags oder alternativ am Abend gefüttert. Für den ersten Brei sollte mit einer Gemüsesorte angefangen werden, welche eine Woche lang gefüttert wird. Besonders geeignet hierfür sind Möhren, Pastinaken oder Kürbis. Nach einer Woche kann diesem Brei außerdem nun Kartoffelbrei hinzugefügt werden. Diese Breimischung wird wiederum eine Woche lang verabreicht.

Rezeptidee für den ersten Brei

  • 250 g Karotten (möglichst in Bio-Qualität)
  • 150 ml Wasser
  • 1 EL kaltgepresstes Pflanzenöl (z.B. Leinöl, Rapsöl, Distelöl oder Olivenöl)

Karotten waschen und schälen. Wenn Bio-Karotten verwendet werden, kann die Schale der Karotten ebenfalls verwertet werden. Anschließend das Gemüse in grobe Stücke schneiden und zusammen mit dem Wasser in den Mixbehälter eines für heiße Speisen geeigneten Mixers geben.

Die Karotten werden zunächst zerkleinert und durch die Drehzahlhöhe des Mixers im Warme-Speisen-Programm innerhalb von 6 Minuten erhitzt.

Das Pflanzenöl sollte idealerweise erst vor dem Verzehr für eine verbesserte Aufnahme des Breis hinzugefügt werden.

Der gewohnte Gemüse-Kartoffel-Brei kann dann in der dritten Beikost-Woche mit Fleisch ergänzt werden. Hat das Baby sich an den Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei gewöhnt, ist es empfehlenswert das Fleisch einmal pro Woche durch grätenfreien fettreichen Fisch zu ersetzen. Dieser bietet gesunde essentielle Omega-3-Fettsäuren, welche für die Entwicklung des Babys und insbesondere das Gehirn, Nervenzellen und Zellmembranen wichtig sind. Geeignet sind unter anderem Lachs, Seelachs, Makrele, Scholle sowie Kabeljau und Forelle. Dem Brei ohne Fisch kann sehr gerne 1 bis 2 Teelöffel kaltgepresstes Pflanzenöl hinzugefügt werden. Das Öl unterstützt außerdem die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen aus dem Gemüse.

Babybrei für den 6. bis 8. Monat

Milch-Getreide-Brei für Babys in einer Schüssel in der Nahaufnahme

Grundrezept für einen Milch-Getreide-Brei

  • 200 ml Muttermilch, Pre-Milch oder Vollmilch
  • 3 EL Hafer-, Dinkel- oder Weizenflocken
  • Optional: 2 EL Fruchtmus, -saft oder geriebenes Obst

Getreideflocken zusammen mit der Milch in den Mixbehälter geben und im Warme-Speisen-Programm eines für heiße Speisen geeigneten Mixers mixen.

Optional: Anschließend das Obst hinzufügen und nochmals für wenige Sekunden mixen und den Brei abkühlen lassen.

Nach einem Monat Gemüse-Kartoffel-Fleisch bzw. Fisch-Brei kann zusätzlich am Abend oder Morgen ein Milch-Getreide-Brei in die Babyernährung eingeführt werden. Besonders geeignet ist Hafer, sowie Grieß wie auch andere Vollkorn-Getreidesorten. Vollmilch mit 3,5 Prozent Fettgehalt, aber auch Joghurt sowie Mutter- oder Säuglingsmilch sind für Zubereitung des Breis außerdem empfehlenswert. Vollmilch sollte jedoch langsam in die Ernährung eingeführt werden. Zu Beginn kann daher auf Säuglings- oder Muttermilch zurückgegriffen und Vollmilch in kleinen Schritten zugegeben werden. Auf weitere Zusatzstoffe wie Zucker, Kakao oder andere Aromen sollte weiterhin verzichtet werden.

Babybrei für den 7. bis 9. Monat

Selbstgemachter Getreide-Obst-Brei für Babys mit Babymilchflasche

Nach Einführung des Milch-Getreide-Breis sollte mindestens ein weiterer Monat Eingewöhnungszeit berücksichtigt werden, bevor der Obst-Getreide-Brei gefüttert wird.

Rezeptvorschlag für einen Getreide-Obst-Brei

  • 20 g Hafer-, Dinkel- oder Weizenflocken
  • ½ Banane
  • 120 ml Wasser
  • 1 TL Pflanzenöl

Die Getreideflocken mit dem Wasser in den Mixbehälter geben und anschließend 6 Minuten im Warme-Speisen-Programm eines für heiße Speisen geeigneten Mixers mixen. Anschließend die Banane hinzufügen und nochmals für wenige Sekunden mixen. Zum Schluss das Öl in den Getreidebrei einrühren und abkühlen lassen.

Zu Beginn sind Äpfel, Birnen und Bananen aufgrund ihrer natürlichen Süße für diesen Brei besonders geeignet. Auch in Form von Mus kann das Obst eingesetzt werden. Zu beachten ist bei der Zubereiten dieses Breis, dass keine Milchprodukte verwendet werden, da diese bereits im vorherigen Brei täglich enthalten sind. Stattdessen kann sehr gerne eine Fettquelle in Form von Öl hinzugefügt werden, um ausreichend Fette und insbesondere die essentiellen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren, in die Ernährung zu bringen. Geeignete Pflanzenöle sind beispielsweise Lein-, Raps-, Distel- sowie Olivenöl, welche kaltgepresst und unraffiniert sein sollten. Je 100 g Brei kann ein Teelöffel Öl ergänzt werden. Gefüttert werden kann der Obst-Getreide-Brei ebenfalls täglich am Vor- oder Nachmittag.

Ab dem 10. Monat

Die Breimahlzeiten werden ab dem 10. Monat wieder schrittweise durch feste Nahrung ersetzt. Dabei können die Mahlzeiten der restlichen Familienmitglieder verwendet und mit dem Mittagessen begonnen werden. Die Portionen für das Kind sollten jedoch noch immer salzarm und nur wenig gewürzt sein. Auch eine Brotmahlzeit zum Frühstück kann eingeführt werden, welche den Milch-Getreide-Brei ersetzt. Der Obst-Getreide-Brei kann durch zwei Zwischenmahlzeiten am Tag bestehend aus Früchten, Joghurt oder Gemüse abgelöst werden.

Während des Überganges der sogenannten “Familienkost” kann der Brei zunächst immer stückiger gemixt werden, sodass sich das Kind an die neue Konsistenz und Beschaffenheit der Nahrung gewöhnt.

Gestillt werden kann und sollte idealerweise weiterhin. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Stilldauer von bis zu 24 Monaten.

Aufbewahrung selbst gemachter Babynahrung

Karotten-Kürbis-Babybrei in Gläsern aufbewahrt

Damit die eigenständige Herstellung der gesunden Babymahlzeiten nicht viel Zeit und Mühe kostet, ist das Zubereiten in größeren Mengen und die Vorratshaltung unbedingt zu empfehlen.

Der fertige Brei kann portionsweise in Gläschen oder Gefrierbeuteln eingefroren werden. Damit möglichst viele Vitamine erhalten bleiben und um Gefrierbrand zu vermeiden, sollte die Babynahrung idealerweise vakuumiert eingefroren werden. Hierfür eignen sich hochwertige Vakuumiergeräte oder Mixer mit Vakuumierfunktion. Auch die Haltbarmachung durch Einkochen ist möglich, jedoch muss mit einem Vitaminverlust durch lange Einkochzeiten gerechnet werden. Mit beiden Methoden sind die fertig zubereiteten Breie bis zu 2 Monate haltbar und gesunde natürliche Mahlzeiten immer griffbereit.

Bei der Nutzung eingefrorener Breie sind nur einige Tipps zu berücksichtigen:

  • Bis auf Kartoffelgerichte sind alle Gemüse- und Fleisch-Zutaten zum Einfrieren geeignet. Kartoffelbrei sollte stets frisch zubereitet werden, da durch das Einfrieren die Stärke in Zucker umgewandelt und der Geschmack sowie die Konsistenz verändert wird.
  • Zum Auftauen der selbstgemachten Babybreie können die Portionen einfach über Nacht in den Kühlschrank gestellt werden.
  • Aufgewärmt werden die Breie idealerweise in einem Wasserbad.
  • Auf das nochmalige Erwärmen des Babybreis sollte verzichtet werden.
  • Da bereits einmal aufgetauter Brei nicht wieder eingefroren werden darf, sollten direkt kleine Portionen eingefroren werden.

Babybrei in Eiswürfelbehälter mit einem Löffel einfüllen

Expertentipp

Kleine Portionen könne wunderbar in verschließbaren Eiswürfelbehältern eingefroren werden. Dabei können verschiedene Gemüse- und Fleischzutaten getrennt eingefroren werden, um Breis in kleinen Portionen nach Belieben zu variieren.

Auf dem Markt tummeln sich viele Geräte, welche für die Herstellung von Babynahrung geeignet sind. Auch spezielle Babybrei-Zubereiter sind mittlerweile vertreten. Doch auch mit einem qualitativ hochwertigen und leistungsfähigen Standmixer mit Programmen für warme Speisen lassen sich ohne zusätzliche Spezialgeräte oder einen Thermomix Babybreie und mehr ganz einfach zubereiten.

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Sarah Wagner