Fruchtsäfte selber machen: so geht’s ganz einfach!

Fruchtsäfte selber machen: so geht’s ganz einfach!

Frisch gepresster Orangensaft in einem Glas

Mehr Energie mit selbstgemachten Säften

Frischer Saft aus Obst oder Gemüse, das ist eine geballte Ladung Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Wer seine eigenen Säfte herstellt, kann individuelle Mischungen nach seinem Geschmack kreieren und mit etwas Hintergrundwissen lässt sich der tägliche Saft sogar an die aktuellen gesundheitlichen Bedürfnisse anpassen.

Natürlich funktioniert das nicht mit jedem x-beliebigen Saft aus dem Handel. Doch auch bei der eigenen Herstellung gilt es einiges zu beachten, um einen gesunden und köstlichen Saft zu genießen.

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Warum ist Fruchtsaft nicht gleich Fruchtsaft?

Eine Diskussion für oder gegen Fruchtsäfte macht keinen Sinn. Zunächst muss man sich darüber unterhalten, wovon die Rede ist, wenn man Fruchtsaft sagt. Das hat vor allem mit der Qualität und der Verarbeitung zu tun. Dazu ein kurzer Überblick:

Fruchtnektar

Ein als Fruchtnektar deklarierter Saft muss mindesten zu einem Viertel Fruchtsaft oder Fruchtmark enthalten. Der Rest besteht dann in der Regel aus Wasser, Zucker oder Zuckerersatzstoffen. Hier gibt es noch einmal Unterschiede. Ein Fruchtnektar aus dem Saft von Früchten, wie zum Beispiel Orangen, muss 50 Prozent Orangensaft enthalten. Handelt es sich um einen Fruchtnektar aus dem Mark der Früchte, wie bei Pfirsich oder Johannisbeeren, muss der Mindestgehalt der jeweiligen Frucht 25 Prozent betragen.

Braune Zuckerwürfel auf einem Glastisch

Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat

Bei der Herstellung von Fruchtsaft aus Konzentrat wird dem Saft zunächst Wasser und Fruchtaroma entzogen. Dieses Verfahren vereinfacht den Transport und die Lagerung für den Handel. Bei der endgültigen Abfüllung werden Wasser und Fruchtaroma wieder hinzugegeben. Diese Fruchtsäfte haben einen Fruchtsaftgehalt von 100 Prozent, also keinen Zuckerzusatz, und werden in der Regel für die Haltbarkeit pasteurisiert (kurze Erhitzung bei 85 °C).

Direktsaft

Fruchtsaft, der im Handel als Direktsaft deklariert ist, wird in den Herkunftsländern der Früchte direkt gepresst. Im Idealfall wird er dann sofort abgefüllt oder für die Lagerung und den Transport in sterilen Tanks entweder eingefroren oder kurzzeiterhitzt.

Saft aus sehr sauren Früchten, den man pur kaum genießen kann, wird Muttersaft genannt. Vor dem Genuss wird er meist mit Wasser, anderen Säften oder Zucker gemischt oder dient als vitaminreicher Aromageber in der Küche.

Frisch gepresster roher Saft

Manuelle Saftpresse, eine halbe gepresste Orange und der fertige Saft in einer Tasse

Wegen der strengen Hygienevorschriften wird man frisch gepressten, rohen Saft im Einzelhandel vergeblich suchen. Einige gastronomische Betriebe bieten ihn an. Meistens ist es dann ein frisch gepresster Orangensaft zum Frühstück in einem besseren Hotel oder ein spezieller Saftladen bereitet den Saft frisch vor den Augen der Kunden zu.

Einen frisch gepressten, rohen Saft selbst herstellen zu können, ist aus folgenden Gründen nicht zu überbieten:

  • Qualität: selbst bestimmen, welche Qualität die Grundzutaten haben
  • Kontinuität: jederzeit die Möglichkeit zur Herstellung
  • Geschmack: Säfte nach eigenem Geschmack zusammenstellen
  • Gesundheit: selbst die Auswahl danach treffen, was der Körper zur Zeit benötigt
  • Frische: zubereiten und genießen, je kürzer die Zeitspanne desto mehr Vitalstoffe

Saft gegen Smoothies

Der Saft wird entsaftet oder gepresst, ein Smoothie wird gemixt. Ein Smoothie beinhaltet daher noch alle Faserstoffe und ist eher cremig in der Konsistenz.
Ein Saft ist flüssig und ohne Faserstoffe. Aus Lieblingsfrüchten und -gemüse zusammengestellt, schmeckt beides wunderbar. Ein Smoothie wird, aufgrund seiner Ballaststoffe, langsamer vom Körper aufgenommen. Ein Saft ist leicht verdaulich und die Inhaltsstoffe gelangen schneller in den Blutkreislauf. Besonders gut geeignet sind Säfte dadurch für Sportler und Menschen mit Reizdarm oder Verdauungsproblemen. Smoothies und Säfte sollten in MAßen konsumiert werden und nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Die Vorteile frisch gepresster Fruchtsäfte

Der größte Vorteil, einen frischen, rohen Saft selbst herzustellen, ist die kurze Zeitspanne zwischen Verarbeitung und Konsum. Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme reagieren sehr empfindlich auf Sauerstoff, Licht und Temperaturen. Je mehr sie zerkleinert werden, desto mehr Oberfläche haben sie und wertvolle Inhaltsstoffe gehen verloren.

Wir halten fest, die Anschaffung eines guten Entsafters, lohnt sich auf jeden Fall! Für den Geschmack und vor allem für die Gesundheit. Mit einem Entsafter holt man sich mehr Lebensqualität ins Haus.

Die Vorteile selbst gemachter Säfte liegen im Glas:

  • wichtige Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme gehen nicht unnötig verloren
  • kreieren einer eigenen Gesundheitskur ist möglich, zum Beispiel: Entsäuerung, Abnehmen, Entgiften, Zunehmen, Immunsystem stärken, Hautgesundheitskur, Darmgesundheitskur und vieles mehr
  • wer nicht genügend Obst roh verzehren kann oder möchte, kommt trotzdem zu seinen benötigten Nährstoffen

Frisch entsaftete oder gepresste Gemüse- und Fruchtsäfte, regelmäßig konsumiert, können Defizite an Mikronährstoffen ausgleichen. Das Schöne daran ist die Vielfalt an Früchten. Hier kann man nicht nur nach Geschmack und Saison wählen, sondern sich auch individuell danach richten, welche Nährstoffe der Körper gerade am meisten benötigt.

Ganz einfach Fruchtsäfte selber machen

Der perfekte Fruchtsaft lässt sich mit einem elektrischen Entsafter ganz einfach selber herstellen. Wir empfehlen stets die Verwendung von Kaltentsaftern, sogenannten Slow Juicer. Gegenüber Zentrifugalentsaftern weisen diese eine Reihe von Vorteilen auf.

  • Kaltentsafter erzeugen einen höheren Saftertrag und eine bessere Saftqualität
  • Im Gegensatz zu Zentrifugalentsaftern entwickeln Kaltensafter keine Hitze und schaden dadurch den Vitaminen und Enzymen nicht.
  • Kaltentsafter können außerdem auch Blattgemüse, Gräser & Kräuter verarbeiten
  • Durch die geringe Drehzahl entsaften Slow Juicer sehr leise

Es gibt horizontale, vertikale und manuelle Kaltentsafter. Einige Modelle können sogar ganzes Obst verarbeiten und man erspart sich lästigen Zerkleinern. Die Entscheidung für den richtigen Typ richtet sich nach den bevorzugten Zutaten und Handhabung. Besonders Blattgemüse lässt sich in vertikalen Entsaftern optimal verarbeiten.

BioChef Axis Compact Entsafter

✓ kompakt & leicht – Perfekt für Zuhause oder für Unterwegs ✓ Perfekt für Slow Juicer Neulinge mit Top Preis-Leistung ✓ Breiter Einfüllhals – 4.5cm Durchmesser ✓ Quick Release Funktion für eine rasche Reinigung ✓ Fruchtfleischeinstellschraube – Mehr Saft weniger Fruchtfleisch! ✓ BPA freie Einzelteile aus Ultem & Tritan ✓ 3 Jahre Garantie auf den Motor und Einzelteile

BioChef Atlas Whole Slow Juicer

✓ 250W starker Induktionsmotor ✓ XL Einfüllrohr mit 8 cm x 8 cm Durchmesser zum Entsaften ganzer Äpfel ✓ 2. Generation mit noch leistungsstärkerem Motor ✓ schonendes Entsaften mit nur 40 U/min (mehr Vitalstoffe im Saft) ✓ hohe Saftausbeute + leiser Betrieb ✓ unkomplizierte & schnelle Reinigung durch Smart-Cap-Technologie ✓ EPT™ (Enzymschutz Technologie) ✓ Lebenslange Garantie auf den Motor und 5 Jahre auf Teile

Haltbarkeit und Lagerung von selbstgemachten Säften

Wenn Sie ihre selbst gepressten Säfte lagern wollen, gilt es ein paar Dinge zu beachten um den Nährstoffverlust so gering wie möglich zu halten:

  • den Saft so schnell wie möglich nach der Zubereitung genießen
  • wenn er gelagert wird, höchstens für 24 Stunden, dann kühl, luftdicht und dunkel
  • Glasflaschen und Thermosgefäße sind besser geeignet als Plastikflaschen

Übersicht der beliebtesten Fruchtsäfte und ihre Wirkung

Verschiedene frisch gepresste Fruchtsäfte

Wie bereits erwähnt, wird einigen Säften eine positive gesundheitliche Wirkung zugeschrieben. Einige Beispiele für Obstsorten, die in Sachen Geschmack und Gesundheit weit vorne liegen finden Sie in unserer Auflistung. Ob exotisch oder heimisch, sie alle können ohne zu zögern als Superfood bezeichnet werden.

Die 14 beliebtesten Säfte

Granatapfelsaft

Die tiefrote Essenz aus Granatäpfeln ist nicht nur für Barkeeper eine unentbehrliche Zutat. Sein hoher Anteil an Vitaminen (B, Folsäure, C, E) und Antioxidantien, verspricht eine entzündungshemmende, antikanzerogene Wirkung, wirkt schützend gegen Herz- und Gefäßschäden und günstig auf die Blutfettwerte.

Aroniasaft (Apfelbeeren)

Aroniabeeren sind mit ihrer gesundheitlichen Wirkung vergleichbar mit den exotischen Gojibeeren und Acaibeeren. Mit ihrem hohen Vitamin C Gehalt und ihren wertvollen sekundären Pflanzenstoffen wirken sie lindernd bei Erkältungen, Darmbeschwerden und Entzündungen. Der Saft ist auch ein Gesundheitselixier gegen alle möglichen Arten von Störungen des Blutflusses.

Cranberrysaft

Nahaufnahme von roten Cranberries

Cranberries waren schon bei den Ureinwohnern Amerikas ein wertvolles Heilmittel. Bis heute gilt der Saft als Hausmittel gegen Blasenentzündungen. Das ist vor allem dem Proanthocyanidin, einem sekundären Pflanzenstoff in den Cranberrys, zu verdanken. Wie auch die heimischen Verwandten, die Preiselbeeren, zeichnen sich Cranberrys durch einen hohen Vitamin-C- und Mineralstoffgehalt aus. Sie unterstützen die körpereigene Abwehr und können helfen, das Herz-Kreislaufrisiko zu senken.

Orangensaft

Auch der Klassiker unter den Säften trumpft nicht nur mit seinem runden, süßsaueren Geschmack auf. Seine Inhaltsstoffe wirken regulierend auf die Blutfettwerte, stressreduzierend und positiv auf das Herz- und Kreislaufsystem.

Apfelsaft

Ein weiterer Saftklassiker, der Saft aus heimischen Äpfeln, enthält reichlich Mineralstoffe wie Kalium sowie viele B-Vitamine. Seine Stärken liegen im Magen-Darm-Bereich. So wird ihm eine Blutzuckersenkende Wirkung nachgesagt. Er kann regulierend auf die Verdauung wirken und soll das Risiko von Kreislauferkrankungen und Arteriosklerose senken.

Holundersaft

Das wussten schon unsere Großeltern. Ein Glas Holunderbeersaft und die Erkältung ist bald vergessen. Zudem wirken Holunderbeeren entzündungshemmend und harntreibend. Regelmäßig konsumiert kann Holundersaft einen Eisenmangel vorbeugen.

Roter Holunder an Holunderbeerstrauch

Zitronensaft

Kalt gepresst, und nicht erhitzt, unterstützen Zitronen das Immunsystem und wirken antibakteriell. Die heiße Zitrone sollte bei Erkältungen also am besten nur lauwarm sein. Zitronen entschlacken und entsäuern den Körper und können helfen, Nierensteine zu lösen.

Johannisbeersaft

Die heimischen Johannisbeeren, besonders die schwarzen, zählen ebenso zu den Superfoods, wie die modernen, exotischen Beeren. Sie wirken unter anderem unterstützend bei Eisenmangel, Verdauungsbeschwerden, Demenz und Gelenkerkrankungen, wie Gicht.

Limettensaft

Die milderen Verwandten der Zitronen haben fast die gleichen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Darüber hinaus wirken ihre ätherischen Öle sowie die A und B Vitamine günstig auf die Knochengesundheit, die Gefäße und stressreduzierend. Limettensaft ist auch ein wirksamer therapeutischer Begleiter, um lästige Hämorrhoiden loszuwerden.

Halbierte Limette auf Holzbrett

Ananassaft

Die Ananas ist gesundheitlich hauptsächlich wegen ihres verdauungsfördernden Enzyms, Bromelanin, hochgeschätzt. Doch auch ihr Gehalt an Vitamin-C und Mineralstoffen ist beachtlich. Ananas soll unter anderem positiv auf die Muskelversorgung, auf altersbedingte Sehstörungen und die Schilddrüse wirken. Der Ananas wird eine allgemein entgiftende Wirkung nachgesagt.

Pflaumensaft

Die heimischen Pflaumen wurden schon immer als Hausmittel gegen Verdauungsprobleme verabreicht. Zudem wirken sie durch ihren hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen antioxidativ und sollen dadurch schützend vor Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs wirken.

Traubensaft

Gesundheitlich sind beide, die rote und die weißen, Weintrauben wahre Allround-Heilmittel. Die roten Trauben enthalten mehr Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe), die antioxidativ und entzündungshemmend wirken. Trauben schützen allgemein die Zellen und wirken regulierend auf Bluthochdruck. Damit verbessern sie die Fließeigenschaften des Blutes und können Herzerkrankungen vorbeugen.

Rote Trauben an Weinreben

Grapefruitsaft

Neben Zitronen und Orangen haben auch die Grapefruits eine lange Tradition als gesunder Saft. Zu Recht, denn sie besitzen eine hohen Gehalt an Vitamin C, wertvollen Mineralstoffen und Bitterstoffen. Das bedeutet, eine positive Auswirkung auf die Fettverbrennung und den Blutzuckerspiegel, was sich in der Folge regulierend auf einen Bluthochdruck auswirkt.

Kirschsaft

Kirschen enthalten viele Mineralstoffe, Folsäure und Spurenelemente wie Zink und Eisen. Mit ihren Inhaltsstoffen sollen sie sich besonders positiv auf degenerative Gehirnerkrankungen auswirken. Ein Glas frischer Kirschsaft am Abend unterstützt einen störungsfreien Schlaf und ein jüngeres Aussehen am Morgen.

Rote Kirschen an einem Ast


Sarah Wagner